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Irma Müller

Schwester Irma Müller

* 1918 in Königsberg

Schade, dass sich Schwester Irma gerade das Bein gebrochen hatte, als die Kinder im Seniorenheim auf Hermannswerder waren. Ihre gewitzte und doch strenge Art hätte die Kinder beeindruckt.

Schwester Irma hat auf Hermannswerder schon viele Zimmer bewohnt. Erst im Mutterhaus, später im Feierabendhaus und nun mit einem schönen Balkon im ehemaligen Krankenhaus, in dem sie viele Jahre als Krankenschwester ihren Dienst am Nächsten versah.

1949 kam sie auf die Insel, um Diakonisse zu werden. Zur Krankenschwester ausgebildet arbeitete sie auf Hermannswerder, bevor sie 1967 als Gemeindeschwester nach Forst gesandt wurde. Als die „Mutter Theresa von Forst“ fuhr sie noch mit 74 Jahren tagein tagaus mit dem Fahrrad zu den Kranken, um Hilfe und Beistand zu leisten. 

1992 kam sie nach Hermannswerder zurück, um im Feierabendhaus ihren Unruhestand zu genießen. Der Garten erfreute sich dann ihrer Pflege. Schon früh um sechs zog sie ihre Disziplin hinaus an die frische Luft und in die Blumenbeete. Und zu den Kaninchen. Noch bevor sie selbst frühstückte versorgte sie ihre liebevoll „Muckis“ genannten Deutschen Riesen mit achtsam in Streifen geschnittenen Karotten. – „Wer rastet, der rostet“ ist ihre Devise. Zu tun gibt es doch immer etwas.

Heute freut sich die „Gartenschwester“ Irma an den Blumen auf dem Balkon und den Vögeln, die sie besuchen. Noch immer trägt sie ihre Diskonissentracht. Nur die weiße Haube fehlt, die konnte mit dem hohen Alter nicht mithalten.

Das Leben ist ein Buch

Portraits der Ausstellung

16 Portraits – 16 Gesichter von 16 Menschen, 16 Leben, 16 Geschichten.

Vom 28. November bis zum 31. Dezember 2017 ist die Ausstellung im Foyer der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam zu sehen. Erleben Sie dort die Begegnung von Jung und Alt.

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