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Willi Wenzel

Willi Wenzel

* 1937 in Dortmund

Liebenswert und freundlich bittet er in sein Zimmer, freut sich über den Besuch und erzählt über seine Familie und seinen Beruf. Als Busfahrer war er viel auf Reisen. Heute ist er zu Fuß unterwegs, Sommer wie Winter durchstreift er die Insel und hat seine Freude an der Natur. 

Worüber haben Sie heute schon gelacht?

Kann ich jetzt gar nicht sagen.

Was brauchen Sie, um zufrieden zu sein?

Ruhe, keinen Krach. Ich wohne hier alleine, und ich habe auch keine Frau mehr, die ist vor fünf Jahren verstorben. Ich bin jetzt 81 und wohne seit dem Tod meiner Frau hier.
Ich fühle mich hier sehr wohl, mit Blick zum Wasser raus. Besser kann man es gar nicht haben.

Kindheit, Schule, Arbeitsleben: An was erinnern Sie sich am liebsten?

An meine Arbeit, ich war Busfahrer in Potsdam, fast 20 Jahre lang. Damit war ich sehr zufrieden.

Was prägte die Zeit Ihrer Jugend, und was prägt die Jugend heute nach Ihrer Ansicht?

Ich bin damals viel gewandert und gereist, habe viel unternommen.
Hier sind meine Kinder. Die eine ist schon verheiratet und ist auch Busfahrerin. Damals, als meine Frau gestorben ist, hat mein Sohn mir auch die Wohnung besorgt.

Was ist Ihre Botschaft an die Jugend?

Ich finde, die Kinder sollten mitmachen, was von ihnen verlangt wird, so wie ich damals. Und nicht in der Kneipe rumsaufen.

Was ist Ihnen heute in Ihrem Leben wichtig?

Dass man einigermaßen gesund bleibt.

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, was würden Sie sich wünschen?

Dass ich noch lange gesund bleibe, und noch viel unternehmen kann.
Ich hatte früher ein Auto, aber das habe ich weg gegeben, ich fahre auch nicht mehr. Das einzige, was ich noch mache: Ich wandere viel, bin oft draußen. Vormittags gehe ich laufen, dann ist Mittagessen und ich ruhe mich aus, und dann gehe ich wieder wandern.

Das ist schon viel wert, wenn man das macht. Wenn ich das nicht machen würde, wäre ich auch schon unter der Erde.

Haben Sie einen Tipp für ein langes Leben?

Ein Tipp ist, dass ich nicht trinke, sondern viel unternehme. Nur in der Kneipe sein bringt ja nichts. Seit meine Frau verstorben ist, trinke ich generell nichts mehr.
Das hier ist mein Sohn, der hat geheiratet. Der ist jetzt 41.

Sternstunde der Technik, früher und heute: Was ist Ihnen wichtig?

Ich bin damals ja auch Reisebus gefahren, das war mein Hobby.

Unterschiede in der Jugend früher und heute?

Das zu vergleichen ist schwierig. Seid fleißig, bringt eure Wünsche in Erfüllung und studiert, so wie meine Tochter.

Das Leben ist ein Buch

Portraits der Ausstellung

16 Portraits – 16 Gesichter von 16 Menschen, 16 Leben, 16 Geschichten.

Vom 28. November bis zum 31. Dezember 2017 ist die Ausstellung im Foyer der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam zu sehen. Erleben Sie dort die Begegnung von Jung und Alt.

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Unser Dankeschön